Die Weinernte (Weinlese) und ihr Ablauf ist fast jedem/jeder Weinliebhaber:in ein Begriff. Die zahlreichen Arbeitsschritte im Weinkeller, aber vor allem im Weingarten, sind oftmals nicht bekannt. Daher wollen wir Sie gerne einmal durch ein ganzes (Arbeits)Jahr im Weingarten/Weinkeller mitnehmen. Wie oft wird wohl ein Weinstock über das Jahr bearbeitet?! Raten Sie doch mit 😊

[1] Der Winterrebschnitt 

Gleich nach dem Start des neuen Jahres beginnt in den Monaten Jänner und Februar die Zeit für den Rebschnitt bei uns im Weingarten. Dieser legt die Grundlage für einen gesunden und gepflegten Weingarten, welcher die Ausgangsbasis für einen qualitativ hochwertigen Wein ist.

Beim „Schneiden“ werden die verholzten Triebe, die im Vorjahr entstanden sind, bis auf ein oder zwei Ruten abgeschnitten – die sogenannten „Strecker“. Die zwei, nach dem Schnitt verbliebenen Ruten, werden ebenfalls noch gekürzt und im nächsten Schritt „angebunden“ (dazu mehr im nächsten Beitrag : [2] Ein Arbeitsjahr im Weingarten – das „Anbinden“). Das abgeschnittene Holz wird im Weingarten gesammelt und mittels Mulchgerät zerkleinert. Somit werden die alten Triebe wieder zu Dünger für unsere Rebstöcke.

Bei den winterlichen Temperaturen heißt es für Christian und Herbert warm anziehen. Zum Glück ist die elektrische Schere eine echte Arbeitserleichterung. Nichtsdestotrotz muss jeder einzelne Rebstock individuell geschnitten werden und das kann bei mehreren zehntausend Reben doch einige Monate an Arbeit bedeuten. Somit haben Christian/Herbert bereits jeden einzelnen Weinstock das erste Mal bearbeitet.

Hier am Bild ist der Rebschnitt aus Perspektive des Winzers zu sehen :)